Gastbeitrag: Die günstigste Energie ist die, die Sie gar nicht verbrauchen

Jeder braucht ihn, jeder nutzt ihn, aber woher bekommt man ihn am besten? Ohne Strom läuft heutzutage nichts mehr. Doch woher bezieht man die Energie am besten? Hier spielen nicht nur Kosten- sondern auch Umweltfaktoren eine Rolle.

Die günstigste Energie ist die, die Sie gar nicht verbrauchen.

Die Coronakrise hält die Gesellschaft noch immer in Atem. Jedoch beseitigt ein großes neues Problem nicht die bisherigen. So zum Beispiel die Energiewende und der Klimawandel. Erstere haben wir in der Hand. Der Staat lässt Sie und Ihr Unternehmen dabei nicht alleine, sondern bietet Fördermittel über Milliardenbeträgen in verschiedensten Förderprogrammen an. Jede Firma, aber auch jede Privatperson, hat die Möglichkeit, diese Fördermittel zu nutzen. Doch weshalb gibt es diese Fördermittel zur Energiewende? Der Klimawandel ist eine Krise. Gegen das aktuelle Virus wird es ein Medikament geben, also absehbar. Der Klimawandel bedarf jedoch die Mithilfe aller Menschen. Und es gibt kein Allheilmittel. Um das CO₂ aus unserer Umwelt wieder in den Griff zu bekommen,
müssten wir den Ausstoß von 1998 erreichen und dies ca. 150 Jahre lang beibehalten. Wie bekommen wir das hin? CO₂ sparen, wo auch immer es möglich und machbar ist. Und machbar ist das, indem begrenzte Rohstoffe durch nachhaltige Energieerzeuger ersetzt und der Stromverbrauch heruntergefahren wird. Natürlich ohne Produktivitäts- oder Renditenverlust.

Vor allem Kühlanlagen sind Klimasünder. Doch Alternativen werden gefördert.

Bereits vor Jahrzehnten gab es große Kritik an den sogenannten F-Gasen. Doch auch heute nutzen noch viele Unternehmen die F-Gase zur Kühlung der Betriebshallen und Produkte. Die bekanntesten F-Gase sind FCKW und R 44, bekannt für die Zerstörung der Ozonschicht. Deswegen sollen F-Gase bis 2030 verboten werden. Für die frühzeitige Umrüstung der eigenen F-Gas-Kühlanlagen auf modernere Kühlapparate bietet der Bund bis zu 40 Prozent Zuschüsse an. Eine Investition, die also nachhaltig ist, Sie jedoch nicht alleine tragen müssen.

Doch selbst wenn in Ihren Geräten nur Strom fließt, können Sie Verbesserungen vornehmen.

Nehmen wir das Beispiel der LED-Beleuchtung. Diese sollte eigentlich Standard sein, dennoch gibt es noch Millionen von Quadratmeter Decke im Land ohne sie. Dabei sparen Sie nicht nur ca. 60 bis 70 Prozent Kosten, Sie sparen auch Wärme ein und müssen somit die Klimaanlage weniger laufen lassen. Außerdem sparen Sie auch Wartungskosten, denn die Röhren müssen seltener getauscht werden. Und falls Sie wollen, bekommen Sie ein Darlehen der L-Bank für den Wechsel, mit 21 Prozent Tilgungszuschuss.

Hier ein Rechenbeispiel:

Lagerhalle mit 2600 m² und Investition von 20.000 € für neue Beleuchtung.
21 % Zuschuss = 4.200 €
Energieeinsparung durch LED ► 37.000 KWh pro Jahr x 24 Cent = 8.800 € pro Jahr
Nach zwei Jahren:  8.800 € x 2 = 17600 € + 4.200 € = 21.800 €

So holen Sie die Kosten für die LED-Beleuchtung nach zwei Jahren wieder rein. Ab dem dritten Jahr sparen Sie für jedes weitere Jahr 8.800 Euro. Eine Investition die sich wirklich lohnt – auch aus unternehmerischer Sicht.

Die Zukunft und Ihre Bilanz danken es Ihnen.

Egal ob Sie nun ein privater Öko-Fan sind oder Leiter eines Lieferunternehmens mit mehreren Lagerhäusern. Die Umstellung Ihres Energieverbrauchs kommt immer gleichzeitig Ihnen und der Umwelt zu Gute. Daher ist die Umstellung vielleicht nicht nur eine Überlegung, sondern auch ein Gespräch wert. Bei Fragen zur Energie- und Verbrauchsumstellung stehe ich Ihnen als Energieorganisator gerne Rede und Antwort. – Dirk Zoller, Energieorganisator

Über den Autor

Dirk Zoller arbeitete von 2016 bis 2020 als Energiemoderator für die KEFF in Ostwürttemberg und ist selbstständiger Energieorganisator.

Dirk Zoller
Energieorganisator
Ziegelwiesenstr.10
73540 Heubach
Mail: Dirk.Zoller1(at)outlook.de
Net: www.dirkzollerenergieorganisator.de