Kasse: Finanzverwaltung beschließt zeitlichen Aufschub bis zum 30. September 2020

Neue Sicherheitseinrichtungen von Kassensystemen werden gesetzlich vorgeschrieben. Was gilt es dabei zu beachten?

Unternehmer mit elektronischen Registrierkassen oder Kassensysteme sind ab dem 1. Januar 2020 verpflichtet ihre Systeme mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung auszurüsten. Dieses Sicherheitssystem müssen sie außerdem nach einem amtlichen Vordruck bis zum 31. Januar 2020 melden. Diese Vorgaben rief der Gesetzgeber vor ungefähr drei Jahren ins Leben. Soweit die Theorie, doch die Praxis sieht folgendermaßen aus:

  • Die gewünschten zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtungen kommen frühestens im 4. Quartal 2019 auf den Markt. Eine flächendeckende Umrüstung aller Kassensysteme in Deutschland ist damit schier unmöglich.
  • Einen amtlichen Vordruck für die Meldepflicht der Sicherheitseinrichtung gibt es aktuell ebenfalls noch nicht.

Die Bund- und Länderfinanzverwaltungen haben deswegen Ende September eine Nichtaufgriffsregelung hinsichtlich der Sicherheitseinrichtung bis zum 30. September. 2020 beschlossen. Außerdem wurde die Meldepflicht verschoben bis ein amtlicher Vordruck für die elektronische Meldung bereit steht.

 

Was heißt das jetzt für Sie konkret?

Sie sollten die Aufrüstung von elektronischen Registrierkassen oder Kassensystem trotz der Nichtaufgriffsregelung nicht auf die lange Bank schieben. Nehmen Sie schnellstmöglich Kontakt mit Ihrem Kassenhersteller auf und treiben Sie die Implementierung der Sicherheitseinrichtung voran. Ansonsten müssen Sie sich an der langen Schlange ganz hinten anstellen. Darüber hinaus macht es aus unserer Sicht Sinn, einen Zeitplan für die Umstellung aufzustellen und die getroffenen Maßnahmen festzuhalten.

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