Aktuelle Presseartikel & Pressemitteilungen

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Interview mit Katja Kühnel zum Thema Unternehmensnachfolge

Unternehmenskäufe für Privatinvestoren, strategische und schwerpunktmäßige Unternehmensverkäufe: Katja Kühnel ist M&A-Beraterin für mittelständische Unternehmen. Wann sollte sich ein Unternehmer um seine Nachfolge kümmern?

Wann sollte sich ein Unternehmer um seinen Nachfolger kümmern?

Idealerweise sollte er sich mindestens drei bis fünf Jahre vor dem geplanten Verkaufstermin damit befassen. Der ganze Prozess ist sehr zeitaufwändig und es müssen viele Themen betriebswirtschaftlich und steuerrechtlich wie branchenspezifisch und natürlich auch emotional beachtet werden. Ich kenne keinen Unternehmensnachfolgefall, der innerhalb einiger Monate vom Erstgespräch bis zum Notarvertrag gelöst werden konnte, es sei denn der Unternehmer hatte bereits im Vorfeld entsprechende Vorbereitungen getroffen.

Wie viel Zeit vergeht normalerweise vom Erstgespräch mit den M&A-Beratern bis zum Notarvertrag?

Ca. ein Jahr bis eineinhalb Jahre. Aber nur, wenn alles (bilanziell, steuerrechtlich und unternehmensintern usw.) auf den Verkauf vorbereitet wurde. Sollte dieser Prozess noch ausstehen, werden daraus ruckzuck zwei bis drei Jahre.

Von welchen Vorbereitungen sprechen Sie konkret?

Ich beziehe mich beispielsweise darauf, Immobilien aus der Produktionsgesellschaft auszulagern, z. B. durch Immobilienleasing, dass man sich Gedanken über den Unternehmenswert gemacht hat und dass kein Investitionsstau vorliegt. Der Unternehmer sollte quasi bis zum letzten Tag so wirtschaften, als würde er das  Unternehmen weiterführen.

Wie läuft eine Unternehmensbewertung ab?

Man unterscheidet zwischen Unternehmenswert und Kaufpreis des Unternehmens. Der Unternehmenswert ist nicht gleich der Preis. Kaufpreis ist das, was ein potentieller Käufer tatsächlich bereit ist zu zahlen. Ähnlich wie bei anderen Produkten: Angebot und Nachfrage bestimmen auch hier den Preis. Der Unternehmenswert ist das, was objektiv nach verschiedenen Verfahren berechnet wird, zunächst reine Theorie. Es gibt verschiedene Bewertungsverfahren. Je nach Größe des Unternehmens gehen wir hier sehr individuell vor. In der Regel ermitteln wir nach der gängigen Ertragswertmethode. Parallel verproben wir diesen Wert nach einem zweiten Verfahren, dem Multiplikatorverfahren. Somit ergibt sich eine Bandbreite. Über diese diskutieren wir und legen mit dem Inhaber eine Untergrenze und eine gewünschte, aber dennoch reale Obergrenze fest.

Aus objektiver Sicht müssten Angebot und Nachfrage wunderbar zusammenpassen.

Katja Kühnel, M&A-Beraterin

Ist gerade ein guter Zeitpunkt um zu verkaufen?

Die Situation ist sehr gut, weil die Zinsen noch sehr niedrig sind und sich sehr viele potentielle Käufer mit unterschiedlichstem Branchenfokus und finanziellen Hintergründen auf dem Markt tummeln. Aus objektiver Sicht müssten Angebot und Nachfrage wunderbar zusammenpassen. Und trotzdem ist und bleibt es eine Herausforderung, geeignete Partner zusammen zu bringen. Es muss viel passen: Branche, Regionalität, Produkte, die Menschen – die Chemie zwischen Verkäufer und Käufer muss schlichtweg stimmen. Gerade weil beide noch in einer Übergangszeit zusammenarbeiten müssen.

Gibt es Nachfolgeregelungen für die kein M&A-Berater benötigt wird?

Das ist in der Regel die interne Nachfolge. Hier ist der steuerliche Part ganz wesentlich. Grundsätzlich muss man sagen, dass es in der Tat die Wunschsituation nahezu jedes langjährigen Unternehmers ist, an seine Kinder zu übergeben.

Wo findet der Unternehmer in seinem Umfeld außerhalb der Familie potentielle Nachfolger?

Im näheren Umkreis innerhalb des Unternehmens sind es führende Mitarbeiter, Produktionsleiter, kaufmännische Leiter etc., die vielleicht sogar kleine Anteile am Unternehmen haben. Wir fragen nach dem Unternehmensaufbau, der Organisationsstruktur. Dabei kommen plötzlich Personen ins Spiel, die der Unternehmer nicht auf dem Schirm hatte. Wir sondieren außerdem das Unternehmensumfeld: Kunden und Lieferanten, mit denen das Unternehmen eng verbunden ist. Ggf. haben diese Unternehmen ein strategisches Interesse zuzukaufen.

Wann sollten Schlüsselpersonen in den Prozess eingebunden werden?

Den richtigen Moment zu erkennen und den Verkäufer dann darauf hinzuweisen, gehört zum Beratergeschick. Tut man es sofort, läuft man Gefahr, dass der angesprochene Mitarbeiter zum Beispiel indiskret ist und es im Unternehmen publik wird. Das wäre der „worst case“. Bindet man ihn zu spät ein, fühlt er sich gegebenenfalls übergangen. Den richtigen Zeitpunkt zu erkennen und bis dahin abzuwarten, erfordert eine gemeinsame Entscheidung mit dem Unternehmer. Grundsätzlich bin ich ein Verfechter davon, diese Personen rechtzeitig einzubinden. Eventuell kommt für einen der Angesprochenen die Funktion des Geschäftsführers in Frage.

Wie werden Beteiligungsgesellschaften auf Ihre Angebote aufmerksam?

Unsere Kontakte basieren auf Netzwerken, die wir seit über 16 Jahren pflegen, sie reichen weit über Baden-Württemberg hinaus. Wir arbeiten mit verschiedenen Gesellschaften zusammen, die verschiedene Schwerpunkte bzgl. Branchen, Unternehmensgrößen, Umsatzgrößen usw. haben. Ihnen bieten wir passende Unternehmen als Invest an.

Ist der Verkauf an Beteiligungsgesellschaften für Kleinunternehmer überhaupt eine Option?

Für den kleinen Handwerksbetrieb sicherlich nein. Eine absolute Mindestgröße, also die kleinste Beteiligungsmöglichkeit liegt bei ca. 500.000 € Gewinn vor Steuer, EBIT. Für alles darunter, kommt ein Verkauf an einen Strategen oder einen MBI-Kandidaten in Betracht. Ich sag es ganz offen: je kleiner ein Unternehmen ist, desto schwieriger ist der Unternehmensverkauf. Je größer das Unternehmen ist, je stabiler die Personalstruktur, die Organisationsstruktur, desto einfacher ist es, es bei relativ guter Ertragslage zu veräußern.

... die kleinste Beteiligungsmöglichkeit liegt bei 500.000 € Gewinn vor Steuer, EBIT.

Katja Kühnel, M&A-Beraterin

Wenn ein junger Ingenieur sich die Firmenübernahme zutraut, an wen sollte er sich wenden?

Gerne zu uns (lacht). Er sollte er zur Handwerkskammer, IHK oder zum Steuerberater bzw. seiner Hausbank gehen. Wir sind mit einigen IHKs sowie Banken vernetzt. Wir tauschen uns aus und können so den jungen Gründern im Netzwerk weiterhelfen.

Kann ein Interessent mehrere M&A Firmen beauftragen?

Ja, das ist möglich und nicht ganz unüblich. Weil man für einen Suchauftrag keine Exklusivität hat. Ganz im Gegensatz zum Verkaufsmandat, bei dem immer – zumindest bei uns – Exklusivität bestehen muss, aus rechtlichen Gründen. Wir brauchen aus haftungsrechtlichen Gründen den Alleinauftrag beim Verkauf, da wir als Beratungsunternehmen für die Transaktionssicherheit haften.

Welche Voraussetzungen sollte ein zukünftiger Nachfolger mitbringen?

Er sollte unternehmerisches Denken und Handeln gelernt haben, euphorisch und enthusiastisch sein und mit Herzblut Unternehmer sein wollen. Das finde ich sehr wichtig. Gute Branchenkenntnisse oder die Fähigkeit, sich die Besonderheiten aneignen zu können sind elementar. Meistens bedarf es mindestens einer technischen Affinität oder einer technischen Ausbildung. Denn meist wird nicht der Kaufmann, sondern der Techniker ersetzt. Je kleiner das Unternehmen, desto eher muss er selbst mit anpacken. Je größer, desto eher kann er es sich leisten, alleine durch strategische Entscheidungen das Unternehmen voranzubringen.

Kann ein Nachfolger das Portfolio des gekauften Unternehmens komplett umstellen?

Natürlich kann er das. Die Frage ist, ob es klug ist, wenn das Unternehmen mit dem derzeitigen Portfolio gute Gewinne erwirtschaftet hat. Sinnvoller wäre eine gewisse Ergänzung um neue Dienstleistungen oder weitere Produkte. Diese Pläne könnte er selbstverständlich auch schon mit dem Verkäufer besprechen.

Können externe Interessenten ohne Eigenkapital Unternehmen kaufen?

Grundsätzlich ganz ohne Eigenkapital eher nein. Aber mit wenig Eigenkapital ja. Ganz wichtig ist es hier, den öffentlichen Fördermittelanspruch zu bekommen, denn darauf sind die Käufer angewiesen. Aber Achtung: Fördermittelanspruch hat, wer i. d. R. mindestens 10% Gesellschaftskapital besitzt und einen hinreichenden unternehmerischen Einfluss hat sowie eine Führungsposition einnimmt (ein tätiger Gesellschafter ist).

Wann sollte eine Stilllegung in Betracht gezogen werden?

Liquidation ist sicherlich eine Option, leider, wenn sich das Unternehmen die letzten Jahre zurückentwickelt hat, z. B. keine Investitionen mehr tätigte, es in einer schwierigen Branche tätig ist, in der es keine Interessenten gibt und über Jahre keine Gewinne erwirtschaftet hat. Bei ganz kleinen Handwerksbetrieben mit ein bis zwei Mitarbeitern kommt das schon vor. Hier ist buchstäblich kein Nachfolger da. Es bleibt leider oftmals nur das Inventar zu veräußern und den Schlüssel umzudrehen.

Was kann ein Verkäufer tun, um sein Unternehmen erfolgreich zu verkaufen?

Eine Nachfolge ist nur so gut, wie das Team ist. Das heißt, er braucht einen guten Steuerberater, einen erfahrenen betriebswirtschaftlichen (M&A) Berater und zur gegebenen Zeit einen fachspezifisch kompetenten Anwalt zum Thema Gesellschaftsrecht. Im Fokus dieses Teams sollte der erfolgreiche Verkauf stehen. Idealerweise fängt der Verkäufer nicht unter Druck an, das Unternehmen verkaufen zu wollen. Der Kunde selbst muss natürlich auch mitziehen und den tatsächlichen Verkaufswillen haben. Der erfolgreiche Prozess steht und fällt durch das  zielgerichtete Beisteuern seines Knowhows und seiner tatkräftigen Unterstützung.

Was reizt Sie an der M&A-Beratung?

Mit unserer Beratung sorgen wir für den langfristigen Erhalt der mittelständischen Wirtschaft hier in der Region und weit darüber hinaus. Wir erhalten Arbeitsplätze und tragen dazu bei, dass die Unternehmen ihre Standorte hier behalten und eben nicht ins Ausland abwandern. Die Vielfalt in der Persönlichkeit der Unternehmer und der unterschiedlichen Branchen und Aufgabenstellungen ist für mich das Salz in der Suppe – es ist quasi eine Lebensaufgabe.

maconis GmbH

maconis GmbH
Deckerstraße 39
70372 Stuttgart
Telefon: 0711 9554-1170

E-Mail: info(at)maconis.de
www.maconis.de

RTS Unternehmensgruppe

RTS ist mit mehr als 450 Mitarbeitern an über 25 Standorten in ganz Baden-Württemberg vertreten. Wir haben einen sehr hohen Qualitätsanspruch und sind durch gemeinsame Werte verbunden um unter dem Einsatz all unserer Ressourcen, Kompetenz und Fähigkeiten das Potenzial unserer Mandanten zu entfalten.

--> Unternehmensstruktur
--> Standorte
--> Gesellschaften
--> Partner und Standortverantwortliche
--> Entwicklung der RTS Steuerberatung im Zeitverlauf

    Soziales Engagement der RTS Steuerberater

    Interview mit Katja Kühnel zum Thema Unternehmensnachfolge

    Unternehmenskäufe für Privatinvestoren, strategische und schwerpunktmäßige Unternehmensverkäufe: Katja Kühnel ist M&A-Beraterin für mittelständische Unternehmen. Wann sollte sich ein Unternehmer um seine Nachfolge kümmern?

    Wann sollte sich ein Unternehmer um seinen Nachfolger kümmern?

    Idealerweise sollte er sich mindestens drei bis fünf Jahre vor dem geplanten Verkaufstermin damit befassen. Der ganze Prozess ist sehr zeitaufwändig und es müssen viele Themen betriebswirtschaftlich und steuerrechtlich wie branchenspezifisch und natürlich auch emotional beachtet werden. Ich kenne keinen Unternehmensnachfolgefall, der innerhalb einiger Monate vom Erstgespräch bis zum Notarvertrag gelöst werden konnte, es sei denn der Unternehmer hatte bereits im Vorfeld entsprechende Vorbereitungen getroffen.

    Wie viel Zeit vergeht normalerweise vom Erstgespräch mit den M&A-Beratern bis zum Notarvertrag?

    Ca. ein Jahr bis eineinhalb Jahre. Aber nur, wenn alles (bilanziell, steuerrechtlich und unternehmensintern usw.) auf den Verkauf vorbereitet wurde. Sollte dieser Prozess noch ausstehen, werden daraus ruckzuck zwei bis drei Jahre.

    Von welchen Vorbereitungen sprechen Sie konkret?

    Ich beziehe mich beispielsweise darauf, Immobilien aus der Produktionsgesellschaft auszulagern, z. B. durch Immobilienleasing, dass man sich Gedanken über den Unternehmenswert gemacht hat und dass kein Investitionsstau vorliegt. Der Unternehmer sollte quasi bis zum letzten Tag so wirtschaften, als würde er das  Unternehmen weiterführen.

    Wie läuft eine Unternehmensbewertung ab?

    Man unterscheidet zwischen Unternehmenswert und Kaufpreis des Unternehmens. Der Unternehmenswert ist nicht gleich der Preis. Kaufpreis ist das, was ein potentieller Käufer tatsächlich bereit ist zu zahlen. Ähnlich wie bei anderen Produkten: Angebot und Nachfrage bestimmen auch hier den Preis. Der Unternehmenswert ist das, was objektiv nach verschiedenen Verfahren berechnet wird, zunächst reine Theorie. Es gibt verschiedene Bewertungsverfahren. Je nach Größe des Unternehmens gehen wir hier sehr individuell vor. In der Regel ermitteln wir nach der gängigen Ertragswertmethode. Parallel verproben wir diesen Wert nach einem zweiten Verfahren, dem Multiplikatorverfahren. Somit ergibt sich eine Bandbreite. Über diese diskutieren wir und legen mit dem Inhaber eine Untergrenze und eine gewünschte, aber dennoch reale Obergrenze fest.

    Aus objektiver Sicht müssten Angebot und Nachfrage wunderbar zusammenpassen.

    Katja Kühnel, M&A-Beraterin

    Ist gerade ein guter Zeitpunkt um zu verkaufen?

    Die Situation ist sehr gut, weil die Zinsen noch sehr niedrig sind und sich sehr viele potentielle Käufer mit unterschiedlichstem Branchenfokus und finanziellen Hintergründen auf dem Markt tummeln. Aus objektiver Sicht müssten Angebot und Nachfrage wunderbar zusammenpassen. Und trotzdem ist und bleibt es eine Herausforderung, geeignete Partner zusammen zu bringen. Es muss viel passen: Branche, Regionalität, Produkte, die Menschen – die Chemie zwischen Verkäufer und Käufer muss schlichtweg stimmen. Gerade weil beide noch in einer Übergangszeit zusammenarbeiten müssen.

    Gibt es Nachfolgeregelungen für die kein M&A-Berater benötigt wird?

    Das ist in der Regel die interne Nachfolge. Hier ist der steuerliche Part ganz wesentlich. Grundsätzlich muss man sagen, dass es in der Tat die Wunschsituation nahezu jedes langjährigen Unternehmers ist, an seine Kinder zu übergeben.

    Wo findet der Unternehmer in seinem Umfeld außerhalb der Familie potentielle Nachfolger?

    Im näheren Umkreis innerhalb des Unternehmens sind es führende Mitarbeiter, Produktionsleiter, kaufmännische Leiter etc., die vielleicht sogar kleine Anteile am Unternehmen haben. Wir fragen nach dem Unternehmensaufbau, der Organisationsstruktur. Dabei kommen plötzlich Personen ins Spiel, die der Unternehmer nicht auf dem Schirm hatte. Wir sondieren außerdem das Unternehmensumfeld: Kunden und Lieferanten, mit denen das Unternehmen eng verbunden ist. Ggf. haben diese Unternehmen ein strategisches Interesse zuzukaufen.

    Wann sollten Schlüsselpersonen in den Prozess eingebunden werden?

    Den richtigen Moment zu erkennen und den Verkäufer dann darauf hinzuweisen, gehört zum Beratergeschick. Tut man es sofort, läuft man Gefahr, dass der angesprochene Mitarbeiter zum Beispiel indiskret ist und es im Unternehmen publik wird. Das wäre der „worst case“. Bindet man ihn zu spät ein, fühlt er sich gegebenenfalls übergangen. Den richtigen Zeitpunkt zu erkennen und bis dahin abzuwarten, erfordert eine gemeinsame Entscheidung mit dem Unternehmer. Grundsätzlich bin ich ein Verfechter davon, diese Personen rechtzeitig einzubinden. Eventuell kommt für einen der Angesprochenen die Funktion des Geschäftsführers in Frage.

    Wie werden Beteiligungsgesellschaften auf Ihre Angebote aufmerksam?

    Unsere Kontakte basieren auf Netzwerken, die wir seit über 16 Jahren pflegen, sie reichen weit über Baden-Württemberg hinaus. Wir arbeiten mit verschiedenen Gesellschaften zusammen, die verschiedene Schwerpunkte bzgl. Branchen, Unternehmensgrößen, Umsatzgrößen usw. haben. Ihnen bieten wir passende Unternehmen als Invest an.

    Ist der Verkauf an Beteiligungsgesellschaften für Kleinunternehmer überhaupt eine Option?

    Für den kleinen Handwerksbetrieb sicherlich nein. Eine absolute Mindestgröße, also die kleinste Beteiligungsmöglichkeit liegt bei ca. 500.000 € Gewinn vor Steuer, EBIT. Für alles darunter, kommt ein Verkauf an einen Strategen oder einen MBI-Kandidaten in Betracht. Ich sag es ganz offen: je kleiner ein Unternehmen ist, desto schwieriger ist der Unternehmensverkauf. Je größer das Unternehmen ist, je stabiler die Personalstruktur, die Organisationsstruktur, desto einfacher ist es, es bei relativ guter Ertragslage zu veräußern.

    ... die kleinste Beteiligungsmöglichkeit liegt bei 500.000 € Gewinn vor Steuer, EBIT.

    Katja Kühnel, M&A-Beraterin

    Wenn ein junger Ingenieur sich die Firmenübernahme zutraut, an wen sollte er sich wenden?

    Gerne zu uns (lacht). Er sollte er zur Handwerkskammer, IHK oder zum Steuerberater bzw. seiner Hausbank gehen. Wir sind mit einigen IHKs sowie Banken vernetzt. Wir tauschen uns aus und können so den jungen Gründern im Netzwerk weiterhelfen.

    Kann ein Interessent mehrere M&A Firmen beauftragen?

    Ja, das ist möglich und nicht ganz unüblich. Weil man für einen Suchauftrag keine Exklusivität hat. Ganz im Gegensatz zum Verkaufsmandat, bei dem immer – zumindest bei uns – Exklusivität bestehen muss, aus rechtlichen Gründen. Wir brauchen aus haftungsrechtlichen Gründen den Alleinauftrag beim Verkauf, da wir als Beratungsunternehmen für die Transaktionssicherheit haften.

    Welche Voraussetzungen sollte ein zukünftiger Nachfolger mitbringen?

    Er sollte unternehmerisches Denken und Handeln gelernt haben, euphorisch und enthusiastisch sein und mit Herzblut Unternehmer sein wollen. Das finde ich sehr wichtig. Gute Branchenkenntnisse oder die Fähigkeit, sich die Besonderheiten aneignen zu können sind elementar. Meistens bedarf es mindestens einer technischen Affinität oder einer technischen Ausbildung. Denn meist wird nicht der Kaufmann, sondern der Techniker ersetzt. Je kleiner das Unternehmen, desto eher muss er selbst mit anpacken. Je größer, desto eher kann er es sich leisten, alleine durch strategische Entscheidungen das Unternehmen voranzubringen.

    Kann ein Nachfolger das Portfolio des gekauften Unternehmens komplett umstellen?

    Natürlich kann er das. Die Frage ist, ob es klug ist, wenn das Unternehmen mit dem derzeitigen Portfolio gute Gewinne erwirtschaftet hat. Sinnvoller wäre eine gewisse Ergänzung um neue Dienstleistungen oder weitere Produkte. Diese Pläne könnte er selbstverständlich auch schon mit dem Verkäufer besprechen.

    Können externe Interessenten ohne Eigenkapital Unternehmen kaufen?

    Grundsätzlich ganz ohne Eigenkapital eher nein. Aber mit wenig Eigenkapital ja. Ganz wichtig ist es hier, den öffentlichen Fördermittelanspruch zu bekommen, denn darauf sind die Käufer angewiesen. Aber Achtung: Fördermittelanspruch hat, wer i. d. R. mindestens 10% Gesellschaftskapital besitzt und einen hinreichenden unternehmerischen Einfluss hat sowie eine Führungsposition einnimmt (ein tätiger Gesellschafter ist).

    Wann sollte eine Stilllegung in Betracht gezogen werden?

    Liquidation ist sicherlich eine Option, leider, wenn sich das Unternehmen die letzten Jahre zurückentwickelt hat, z. B. keine Investitionen mehr tätigte, es in einer schwierigen Branche tätig ist, in der es keine Interessenten gibt und über Jahre keine Gewinne erwirtschaftet hat. Bei ganz kleinen Handwerksbetrieben mit ein bis zwei Mitarbeitern kommt das schon vor. Hier ist buchstäblich kein Nachfolger da. Es bleibt leider oftmals nur das Inventar zu veräußern und den Schlüssel umzudrehen.

    Was kann ein Verkäufer tun, um sein Unternehmen erfolgreich zu verkaufen?

    Eine Nachfolge ist nur so gut, wie das Team ist. Das heißt, er braucht einen guten Steuerberater, einen erfahrenen betriebswirtschaftlichen (M&A) Berater und zur gegebenen Zeit einen fachspezifisch kompetenten Anwalt zum Thema Gesellschaftsrecht. Im Fokus dieses Teams sollte der erfolgreiche Verkauf stehen. Idealerweise fängt der Verkäufer nicht unter Druck an, das Unternehmen verkaufen zu wollen. Der Kunde selbst muss natürlich auch mitziehen und den tatsächlichen Verkaufswillen haben. Der erfolgreiche Prozess steht und fällt durch das  zielgerichtete Beisteuern seines Knowhows und seiner tatkräftigen Unterstützung.

    Was reizt Sie an der M&A-Beratung?

    Mit unserer Beratung sorgen wir für den langfristigen Erhalt der mittelständischen Wirtschaft hier in der Region und weit darüber hinaus. Wir erhalten Arbeitsplätze und tragen dazu bei, dass die Unternehmen ihre Standorte hier behalten und eben nicht ins Ausland abwandern. Die Vielfalt in der Persönlichkeit der Unternehmer und der unterschiedlichen Branchen und Aufgabenstellungen ist für mich das Salz in der Suppe – es ist quasi eine Lebensaufgabe.

    maconis GmbH

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    Deckerstraße 39
    70372 Stuttgart
    Telefon: 0711 9554-1170

    E-Mail: info(at)maconis.de
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