Aktuelle Presseartikel & Pressemitteilungen

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Aktuelle Presseartikel und Pressemitteilungen

Interview mit Karsten Wolf zum Thema Finanzen

Die Süddeutsche Family Office AG (SDF) ist eine Beratungsgesellschaft, welche sich objektiv um Finanzfragen kümmert. Sie kooperiert mit der RTS. Carolin Münch traf Karsten R. Wolf, Vorstand der SDF, in Stuttgart zum Interview.

Herr Wolf, ist das Bankgespräch ein rotes Tuch für Unternehmer?

Tatsächlich meinte ein Mandant letztens zu mir, dass das Bankgespräch gleich nach dem Zahnarztbesuch auf der Unbeliebtheitsskala kommt. Gehen Sie gerne zu Bankverhandlungen? Nein – ich war vielleicht dreimal im Leben bei einem Bankgespräch….
Tatsächlich hat man keine Erfahrung und wenn man keine Erfahrung hat, bekommt man keine Routine. Ohne Routine lässt es sich schlecht verhandeln, wenn es um wirklich wichtige Dinge geht, z.B. um eine neue Produktionshalle im Wert von drei Millionen Euro. Eine Mandantin gestand mir kürzlich, sie sitze nach Bankgesprächen
manchmal im Auto und sei völlig niedergeschlagen. In letzter Zeit habe ich aus Kundensicht viele Bankgespräche begleitet und kann mittlerweile besser verstehen, warum Banken und Bankberater teilweise kein gutes Image haben. Das hätte ich früher nicht für möglich gehalten. Anfang des Jahres haben Sie das Unternehmen Süddeutsche Family Office AG in Stuttgart gegründet.

Was unterscheidet die Beratung durch eine Bank von der Beratung durch ein Family Office?

Kunden erwarten von ihrem Bankberater, dass er ihnen die optimale Lösung aus Kundensicht anbietet. Das kann er aber mit seiner Funktion nicht, da er Angestellter eines Bankinstituts ist und somit an dieses gebunden ist. Die Frage sollte nicht sein, ob die Produkte einer Bank besser oder schlechter sind als die des Mitbewerbers. Sie lautet vielmehr: Welche Lösung ist für den Kunden die beste und zwar unabhängig von der Bank? Ein Family Office sucht nach der besten Lösung aus Kundensicht. Ein Beispiel: Eine Kundin erbte das Depot ihres Bruders. Ihren Banker wollte sie nicht nach der Wertigkeit fragen, da er dann gewusst hätte, dass sie Geld geerbt hat. Dem Einzigen, dem sie eine objektive Meinung als Vertrauensperson zutraute, war ihr Steuerberater. Also ging sie auf ihn zu und er bat uns als neutralen Dritten, das Depot zu bewerten.

Sind mittelständische Unternehmer bei der Nachfolgeregelung gut aufgestellt?

Viele möchten sich nicht mit dem Tod beschäftigen, da er etwas Negatives ist. Häufig gibt es kein Testament oder es gibt eines, welches veraltet oder falsch ist. Das
Bemerkenswerteste, was ich je gefunden habe, wenn man das so sagen darf, war, dass jemand seinen Sohn per Notarvertrag enterbte, ohne dass er es wusste und
wollte.

Haben Sie Ihr Testament gemacht?

Ja, mit 39 habe ich es erstmals aufgesetzt, aber nicht alleine, sondern mit Hilfe.

Stichwort „digitale Währungen“: Wird es zum Bankensterben kommen?

Diejenigen, die das behaupten, sind meistens nicht gut auf Banken zu sprechen. Hier ist wohl eher der Wunsch Vater des Gedankens. Ich glaube vielmehr, dass der
Kunde mit den Füßen abstimmt. So wie wir Banken kennen, werden sie zukünftig nicht mehr sein. Wir brauchen weniger Filialen. Sie haben ja selbst gesagt, dass
Sie bisher nur drei Beratungsgespräche hatten. Kunden kommen heute höchstens in die Bank, um sich in einem Kompetenzzentrum beraten zu lassen.

Wird es in Zukunft denn überhaupt noch Bargeld geben?

Der Deutsche liebt das Bargeld. Es wird zwar immer weniger, aber wir werden noch lange damit zu tun haben – zumindest hierzulande. Aber das finde ich gar nicht schlecht, denn würde es nur noch digitale Währungen geben, wären wir gläsern. Man sieht am Werteverfall des Bitcoin, dass diese Währungen schon einen spekulativen Charakter haben. Das muss man sich eingestehen. Für mich stellen sie keine Alternative zum Sparbuch oder Bargeld dar.

Der Finanzmarkt ist in Bewegung. Crowdfunding wird auch für Privatpersonen immer interessanter. Wie bewerten Sie das?

Crowdfunding genießt eine große mediale Aufmerksamkeit. Wenn man sich das Verhältnis zu klassischen Finanzierungsinstrumenten anschaut, ist das Volumen noch verschwindend gering. In der Tat sind die sogenannten FinTecs aber durchaus wettbewerbsfähig.

Gibt es Unternehmen, denen Sie lieber Crowdfunding anstelle großer Kredite anbieten?

Crowdfunding ist auch eine Kreditform, die Kapitalbeschaffung funktioniert nur anders. Woher das Geld kommt, ist dem Unternehmer schlussendlich gleich, wenn das Preis-Leistung-Verhältnis stimmt.

Welches sind die gängigsten Fehler bei Kapitalanlagen?

Der klassische Privatanleger kauft an der Börse bei zu hohen Ständen und verkauft, wenn die Aktien niedrig sind. Man müsste antizyklisch handeln und langfristig ein
Aktienvermögen aufbauen. Das bedeutet, man muss in dieser Baisse-Phase beim Aktiensparen weiter investieren, dann rentiert es sich auch. Aber da hören die
meisten Privatanleger auf. Sie kaufen quasi nur, wenn es teuer ist.

Was wird bei der Investition in Aktien am häufigsten vergessen?

Es gibt bei Aktienkäufen einen Trend, der „Homebuying“ genannt wird. Anleger kaufen Aktien, die sie selber kennen, hier in der Region z. B. Daimler, Porsche. Dieses
Kaufverhalten stellt für viele aber ein gewisses Risikocluster dar. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Angenommen ich wäre in der Automobilzuliefererbranche als Zulieferer
tätig und hätte dann noch Daimler im Depot. Dann bin ich bzw. mein Unternehmen doppelt mit Risiko behaftet. Nicht nur operativ, weil ich mit Daimler meine Wertschöpfung betreibe, sondern auch noch in meiner Geldanlage. Gerade bei Unternehmern habe ich außerdem ein Credo: 

Trenne Privatvermögen von Firmenvermögen.

Karsten Wolf, Vorstand der SDF

Sind Kunst oder Sammelleidenschaften wichtige Anlageformen?

Nur wenn Sie leidenschaftlich dabei sind. Bedenken Sie: Wenn ein Oldtimer einen Totalschaden hat, ist das schlimmer, als ein Börsencrash. Denn da hängen nicht
nur Geld, sondern auch viele Emotionen dran.

Immobilien sind auch so ein Thema in Stuttgart…

Ja, wer Immobilien als Sammelleidenschaft im Raum Stuttgart bezeichnen kann, ist schon gut unterwegs (lacht). Wissen Sie, die Finanzkrise 2007 bis 2009
kam aus dem überhitzten Immobilienmarkt Amerikas. Das haben viele vergessen oder verdrängt. Immobilien können im Wert fallen und wer sich Anfang der
90er an Ostimmobilien beteiligt hat, weiß, dass das tatsächlich keine Einbahnstraße nach oben ist.

Welches ist die bisher beste Entscheidung Ihres Lebens?

In der Geldanlage? Nein, privat. Meine Frau geheiratet zu haben.
Und im Bereich der Geldanlage? In der Krise den Mut gehabt zu haben, Geld zu investieren und dann tatsächlich durch dieses antizyklische Handeln extreme Wertschöpfung zu betreiben.

Ihr größter Fehler?

Da gibt es einige…ich wüsste gar nicht, welcher der größte ist (lacht). Als Führungskraft in einer Großbank habe ich in einem Fall dem menschlichen Faktor zu wenig Raum gegeben, zu wenig Anerkennung geschenkt. Wir brachten damals zwei große Teams zusammen und ich war der Meinung, dass es leicht wäre, zukünftig miteinander zu arbeiten. Das war eine Fehleinschätzung, da die Teams unterschiedliche kulturelle Hintergründe hatten.

Was würden Sie im Nachhinein anders machen?

Ich hätte viel früher Teambildungsmaßnahmen durchführen sollen und zwar nicht nur einmal, sondern häufiger und konsequent. Als Chef ging ich davon aus, dass es im professionellen Miteinander eine Selbstverständlichkeit ist. Heute sehe ich das differenzierter.

Was macht einen guten Unternehmer aus?

Er beherrscht sein Fachgebiet und ist darüber hinaus auch ein guter Kaufmann. Er kann sein Unternehmen in einem „Fahrstuhlgespräch“ erklären und kennt die kritischen Punkte seiner Wertschöpfung. Er muss vor allem eine konzeptionelle Kompetenz haben.

Und als Mensch?

Der Unternehmer als Mensch braucht viel Kraft, köperlich und mental, sowie Gesundheit. Ein guter Unternehmer lebt seine Werte vor und pinnt sie nicht
nur als Leitkultur an die Wand...

Das besondere an Stuttgart ist…

Heimat. Stuttgart ist verkannt! Ich finde die Lebensqualität hier viel, viel besser als die Allgemeinheit in Deutschland denkt.

Süddeutsche Family Office AG – SDF

Das Süddeutsche Family Office bietet bankunabhängige finanzielle Beratung für Gründer, Jungmanager, KMU-Unternehmer und Privatiers. Karsten R. Wolf (ehemaliger
Bankvorstand) leitet die Geschäfte.

SDF Süddeutsche Family Office AG
Deckerstraße 37 · 70372 Stuttgart
Tel. +49 711 626-044, E-Mail info(at)sdfag.de
www.sdfag.de

RTS Unternehmensgruppe

RTS ist mit mehr als 450 Mitarbeitern an über 25 Standorten in ganz Baden-Württemberg vertreten. Wir haben einen sehr hohen Qualitätsanspruch und sind durch gemeinsame Werte verbunden um unter dem Einsatz all unserer Ressourcen, Kompetenz und Fähigkeiten das Potenzial unserer Mandanten zu entfalten.

--> Unternehmensstruktur
--> Standorte
--> Gesellschaften
--> Partner und Standortverantwortliche
--> Entwicklung der RTS Steuerberatung im Zeitverlauf

    Soziales Engagement der RTS Steuerberater

    Interview mit Karsten Wolf zum Thema Finanzen

    Die Süddeutsche Family Office AG (SDF) ist eine Beratungsgesellschaft, welche sich objektiv um Finanzfragen kümmert. Sie kooperiert mit der RTS. Carolin Münch traf Karsten R. Wolf, Vorstand der SDF, in Stuttgart zum Interview.

    Herr Wolf, ist das Bankgespräch ein rotes Tuch für Unternehmer?

    Tatsächlich meinte ein Mandant letztens zu mir, dass das Bankgespräch gleich nach dem Zahnarztbesuch auf der Unbeliebtheitsskala kommt. Gehen Sie gerne zu Bankverhandlungen? Nein – ich war vielleicht dreimal im Leben bei einem Bankgespräch….
    Tatsächlich hat man keine Erfahrung und wenn man keine Erfahrung hat, bekommt man keine Routine. Ohne Routine lässt es sich schlecht verhandeln, wenn es um wirklich wichtige Dinge geht, z.B. um eine neue Produktionshalle im Wert von drei Millionen Euro. Eine Mandantin gestand mir kürzlich, sie sitze nach Bankgesprächen
    manchmal im Auto und sei völlig niedergeschlagen. In letzter Zeit habe ich aus Kundensicht viele Bankgespräche begleitet und kann mittlerweile besser verstehen, warum Banken und Bankberater teilweise kein gutes Image haben. Das hätte ich früher nicht für möglich gehalten. Anfang des Jahres haben Sie das Unternehmen Süddeutsche Family Office AG in Stuttgart gegründet.

    Was unterscheidet die Beratung durch eine Bank von der Beratung durch ein Family Office?

    Kunden erwarten von ihrem Bankberater, dass er ihnen die optimale Lösung aus Kundensicht anbietet. Das kann er aber mit seiner Funktion nicht, da er Angestellter eines Bankinstituts ist und somit an dieses gebunden ist. Die Frage sollte nicht sein, ob die Produkte einer Bank besser oder schlechter sind als die des Mitbewerbers. Sie lautet vielmehr: Welche Lösung ist für den Kunden die beste und zwar unabhängig von der Bank? Ein Family Office sucht nach der besten Lösung aus Kundensicht. Ein Beispiel: Eine Kundin erbte das Depot ihres Bruders. Ihren Banker wollte sie nicht nach der Wertigkeit fragen, da er dann gewusst hätte, dass sie Geld geerbt hat. Dem Einzigen, dem sie eine objektive Meinung als Vertrauensperson zutraute, war ihr Steuerberater. Also ging sie auf ihn zu und er bat uns als neutralen Dritten, das Depot zu bewerten.

    Sind mittelständische Unternehmer bei der Nachfolgeregelung gut aufgestellt?

    Viele möchten sich nicht mit dem Tod beschäftigen, da er etwas Negatives ist. Häufig gibt es kein Testament oder es gibt eines, welches veraltet oder falsch ist. Das
    Bemerkenswerteste, was ich je gefunden habe, wenn man das so sagen darf, war, dass jemand seinen Sohn per Notarvertrag enterbte, ohne dass er es wusste und
    wollte.

    Haben Sie Ihr Testament gemacht?

    Ja, mit 39 habe ich es erstmals aufgesetzt, aber nicht alleine, sondern mit Hilfe.

    Stichwort „digitale Währungen“: Wird es zum Bankensterben kommen?

    Diejenigen, die das behaupten, sind meistens nicht gut auf Banken zu sprechen. Hier ist wohl eher der Wunsch Vater des Gedankens. Ich glaube vielmehr, dass der
    Kunde mit den Füßen abstimmt. So wie wir Banken kennen, werden sie zukünftig nicht mehr sein. Wir brauchen weniger Filialen. Sie haben ja selbst gesagt, dass
    Sie bisher nur drei Beratungsgespräche hatten. Kunden kommen heute höchstens in die Bank, um sich in einem Kompetenzzentrum beraten zu lassen.

    Wird es in Zukunft denn überhaupt noch Bargeld geben?

    Der Deutsche liebt das Bargeld. Es wird zwar immer weniger, aber wir werden noch lange damit zu tun haben – zumindest hierzulande. Aber das finde ich gar nicht schlecht, denn würde es nur noch digitale Währungen geben, wären wir gläsern. Man sieht am Werteverfall des Bitcoin, dass diese Währungen schon einen spekulativen Charakter haben. Das muss man sich eingestehen. Für mich stellen sie keine Alternative zum Sparbuch oder Bargeld dar.

    Der Finanzmarkt ist in Bewegung. Crowdfunding wird auch für Privatpersonen immer interessanter. Wie bewerten Sie das?

    Crowdfunding genießt eine große mediale Aufmerksamkeit. Wenn man sich das Verhältnis zu klassischen Finanzierungsinstrumenten anschaut, ist das Volumen noch verschwindend gering. In der Tat sind die sogenannten FinTecs aber durchaus wettbewerbsfähig.

    Gibt es Unternehmen, denen Sie lieber Crowdfunding anstelle großer Kredite anbieten?

    Crowdfunding ist auch eine Kreditform, die Kapitalbeschaffung funktioniert nur anders. Woher das Geld kommt, ist dem Unternehmer schlussendlich gleich, wenn das Preis-Leistung-Verhältnis stimmt.

    Welches sind die gängigsten Fehler bei Kapitalanlagen?

    Der klassische Privatanleger kauft an der Börse bei zu hohen Ständen und verkauft, wenn die Aktien niedrig sind. Man müsste antizyklisch handeln und langfristig ein
    Aktienvermögen aufbauen. Das bedeutet, man muss in dieser Baisse-Phase beim Aktiensparen weiter investieren, dann rentiert es sich auch. Aber da hören die
    meisten Privatanleger auf. Sie kaufen quasi nur, wenn es teuer ist.

    Was wird bei der Investition in Aktien am häufigsten vergessen?

    Es gibt bei Aktienkäufen einen Trend, der „Homebuying“ genannt wird. Anleger kaufen Aktien, die sie selber kennen, hier in der Region z. B. Daimler, Porsche. Dieses
    Kaufverhalten stellt für viele aber ein gewisses Risikocluster dar. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Angenommen ich wäre in der Automobilzuliefererbranche als Zulieferer
    tätig und hätte dann noch Daimler im Depot. Dann bin ich bzw. mein Unternehmen doppelt mit Risiko behaftet. Nicht nur operativ, weil ich mit Daimler meine Wertschöpfung betreibe, sondern auch noch in meiner Geldanlage. Gerade bei Unternehmern habe ich außerdem ein Credo: 

    Trenne Privatvermögen von Firmenvermögen.

    Karsten Wolf, Vorstand der SDF

    Sind Kunst oder Sammelleidenschaften wichtige Anlageformen?

    Nur wenn Sie leidenschaftlich dabei sind. Bedenken Sie: Wenn ein Oldtimer einen Totalschaden hat, ist das schlimmer, als ein Börsencrash. Denn da hängen nicht
    nur Geld, sondern auch viele Emotionen dran.

    Immobilien sind auch so ein Thema in Stuttgart…

    Ja, wer Immobilien als Sammelleidenschaft im Raum Stuttgart bezeichnen kann, ist schon gut unterwegs (lacht). Wissen Sie, die Finanzkrise 2007 bis 2009
    kam aus dem überhitzten Immobilienmarkt Amerikas. Das haben viele vergessen oder verdrängt. Immobilien können im Wert fallen und wer sich Anfang der
    90er an Ostimmobilien beteiligt hat, weiß, dass das tatsächlich keine Einbahnstraße nach oben ist.

    Welches ist die bisher beste Entscheidung Ihres Lebens?

    In der Geldanlage? Nein, privat. Meine Frau geheiratet zu haben.
    Und im Bereich der Geldanlage? In der Krise den Mut gehabt zu haben, Geld zu investieren und dann tatsächlich durch dieses antizyklische Handeln extreme Wertschöpfung zu betreiben.

    Ihr größter Fehler?

    Da gibt es einige…ich wüsste gar nicht, welcher der größte ist (lacht). Als Führungskraft in einer Großbank habe ich in einem Fall dem menschlichen Faktor zu wenig Raum gegeben, zu wenig Anerkennung geschenkt. Wir brachten damals zwei große Teams zusammen und ich war der Meinung, dass es leicht wäre, zukünftig miteinander zu arbeiten. Das war eine Fehleinschätzung, da die Teams unterschiedliche kulturelle Hintergründe hatten.

    Was würden Sie im Nachhinein anders machen?

    Ich hätte viel früher Teambildungsmaßnahmen durchführen sollen und zwar nicht nur einmal, sondern häufiger und konsequent. Als Chef ging ich davon aus, dass es im professionellen Miteinander eine Selbstverständlichkeit ist. Heute sehe ich das differenzierter.

    Was macht einen guten Unternehmer aus?

    Er beherrscht sein Fachgebiet und ist darüber hinaus auch ein guter Kaufmann. Er kann sein Unternehmen in einem „Fahrstuhlgespräch“ erklären und kennt die kritischen Punkte seiner Wertschöpfung. Er muss vor allem eine konzeptionelle Kompetenz haben.

    Und als Mensch?

    Der Unternehmer als Mensch braucht viel Kraft, köperlich und mental, sowie Gesundheit. Ein guter Unternehmer lebt seine Werte vor und pinnt sie nicht
    nur als Leitkultur an die Wand...

    Das besondere an Stuttgart ist…

    Heimat. Stuttgart ist verkannt! Ich finde die Lebensqualität hier viel, viel besser als die Allgemeinheit in Deutschland denkt.

    Süddeutsche Family Office AG – SDF

    Das Süddeutsche Family Office bietet bankunabhängige finanzielle Beratung für Gründer, Jungmanager, KMU-Unternehmer und Privatiers. Karsten R. Wolf (ehemaliger
    Bankvorstand) leitet die Geschäfte.

    SDF Süddeutsche Family Office AG
    Deckerstraße 37 · 70372 Stuttgart
    Tel. +49 711 626-044, E-Mail info(at)sdfag.de
    www.sdfag.de