Wie luxuriös darf der Wagen des Chefs sein?

Worauf Sie achten müssen, damit Ihnen die Pferdestärken nicht um die Ohren fliegen!

 

Zu Betriebsausgaben zählen auch die Kosten für ein Geschäftsfahrzeug. Kaufen dürfen Sie natürlich was Sie wollen. Haben Sie jedoch einen Oberklassewagen oder, wie die Finanzbehörde es auch nennt,  einen„Luxusschlitten“  angeschafft, kann Ihnen das Finanzamt die Betriebsausgaben beschränken oder sogar den Abzug komplett verwehren.


Ein Abzugsverbot besteht grundsätzlich bei „Aufwendungen, die die Lebensführung des Steuerpflichtigen oder anderer Personen berühren,  soweit  sie  nach  allgemeiner  Verkehrsauffassung  als  unangemessen anzusehen sind“. Damit soll insbesondere verhindert werden, dass Unternehmer einen unangemessenen betrieblichen  Repräsentationsaufwand  gewinnmindernd  in  ihrer  Steuererklärung  absetzen  können. 

Entscheidend für die Beurteilung sind folgende Faktoren:

 

  • Unternehmensgröße
  • längerfristiger Umsatz und Gewinn
  • Gefahrene Kilometer und
  • vor allem die Bedeutung des Repräsentationsaufwands für 
    den Geschäftserfolg.

 

Hat ein Unternehmer beispielsweise Einkünfte in Höhe von € 100.000 und kauft sich einen Sportwagen für € 400.000, dann wird das Finanzamt die Aufwendungen als unangemessen einstufen. Infolgedessen werden die mit dem PKW zusammenhängenden Kosten entweder ganz oder teilweise nicht anerkannt. Außerdem kommt es auch auf die gefahrenen Kilometer an. Steht das Auto hauptsächlich auf dem Firmenparkplatz, wird der Betriebsprüfer auch hier die Aufwendungen als unangemessen einstufen. 40.000 gefahrene Kilometer oder mehr können dagegen einen „Luxusschlitten" durchaus rechtfertigen. Tipp: Wenn Sie ein teures Auto für Ihr Unternehmen anschaffen wollen, lassen Sie sich vorher von der RTS Steuerberatung beraten.

Hinweis der RTS | Steuerberatung Baden-Württemberg

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