Airbnb: Bald höhere Steuern in Deutschland?

Zahlt die Plattform Airbnb bald höhere Steuern in Deutschland? Die oft zur Onlinevermietung freigehaltenen Wohnung verstärken den Wohnraummangel in den Städten und treiben so die Mietpreise zusätzlich in die Höhe.

Zahlt die Online-Plattform Airbnb bald höhere Steuern in Deutschland?

Drei Zimmer mit Balkon, zentrale Lage, dazu eine atemberaubende Aussicht über die Stadt, selbstverständlich mit einer guten Verkehrsanbindung und das alles für möglichst wenig Geld... Was wir bei der Wohnungssuche in der Heimat schmerzlich vermissen, finden wir stattdessen bei einer Städtereise. Die Online-Plattform Airbnb und ihre Community macht uns das möglich.

Wer bereits in den Geschmack des breiten Angebotes gekommen ist, dem sind die Vorteile zügig bewusst. Abgesehen vom monetären Aspekt, spielt für viele die Lage DER Unterkunft bei Ihrer Suche eine wichtige Rolle. Im Urlaub möchte kaum noch einer isoliert in einem Hotelkomplex wohnen. Es ist viel reizvoller in einer Wohnung wie ein Einheimischer zu übernachten. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Jeder Airbnb-Reisende sollte sich der Kehrseiten der Airbnb-Vermietung bewusst sein.

Denn oft werden Wohnungen für die Online-Vermietung freigehalten. Dies verstärkt den Wohnraummangel in den Städten und treiben so die Mietpreise zusätzlich in die Höhe. Die oft zur Onlinevermietung freigehaltenen Wohnung . Wie Bundesjustizministerin Katarina Barley mitteilte, wolle man mit einer Steuererhöhung dem entgegenwirken. Konkrete Aussagen darüber wie das aussehen könnte, fehlen bislang.

Kooperation zwischen Airbnb und Städten

Wesentlich konkreter sind dagegen die Kooperationen zwischen Airbnb und verschiedenen Städten. Nachdem in Hamburg seit dem 1. April 2019 Anzeigen für Ferienwohnungen nur noch mit einer Wohnraumschutznummer veröffentlicht werden dürfen, werden Airbnb-Vermieter bereits seit 2018 in Dänemark automatisch der Steuerbehörde gemeldet. In beiden Fällen wurden gleichzeitig weitere Regelungen zur maximalen Vermietzeit getroffen. Seit Anfang diesen Jahres (2019) dürfen Ferienwohnungen in Hamburg maximal acht Wochen jährlich genehmigungsfrei vermietet werden. Bei Verstößen drohen sogar Geldstraßen von bis zu 500.000 €! Vermietet der Eigentümer nur einen Teil der Wohnfläche, dieser muss weniger als die Hälfte der Gesamtwohnfläche ausmachen. Unter diesen Bedingungen kann der Eigentümer ständig über Airbnb vermieten. Jedoch muss er einen Belegungskalender an die Finanzbehörde übermitteln.

Somit ist eines klar: Es werden in den kommenden Monaten weitere Bestimmungen und Regelungen folgen. Inwiefern diese später die Steuern betreffen werden, muss man abwarten. Wir werden Sie zu dem Thema auf auf dem Laufenden halten.

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Inhaltlich verantwortlich i.S.d. § 55 II RStV: Steuerberater Dipl.-Ökonom Thomas Härle, Steuerberater Michael Karle, Deckerstr. 37, 70372 Stuttgart